Homey Pro (2026): Neues Modell mit doppeltem RAM – aber sonst alles beim Alten
Athom hat überraschend das neue Homey Pro (2026) vorgestellt – und bleibt beim Preis von 399 €. Die wichtigste Änderung: Der Arbeitsspeicher wurde von 2 GB auf 4 GB RAM verdoppelt. Damit soll das neue Modell vor allem leistungsfähiger werden, wenn viele Homey Apps parallel laufen. Ab sofort ist das Gerät laut Hersteller direkt ab Lager verfügbar, Bestellungen werden nach dem „first come, first served“-Prinzip verschickt.
Mehr Speicher für mehr Apps
Der Fokus liegt klar auf der Praxis: RAM ist im Homey Pro das Arbeitsfeld für Apps, Flows und Live-Daten. Wer viele Integrationen nutzt oder sein Smart Home kontinuierlich ausbaut, kennt die Grenzen des Vorgängers. Mit 4 GB RAM lassen sich nun deutlich mehr als 100 Homey Apps gleichzeitig betreiben, ohne dass das System ins Stocken gerät.
Unter der Haube arbeitet weiterhin ein 1,5 GHz Quad-Core ARMv8-Prozessor, begleitet von 8 GB eMMC-Speicher. Auch die starken Funkstandards bleiben erhalten:
- WLAN 2,4 & 5 GHz
- Bluetooth LE 5.0
- Zigbee 3.0
- Z-Wave 700
- Thread Border Router + Matter v1.3
- 433 MHz & Infrarot
Damit deckt Homey Pro nach wie vor einen der breitesten Geräte-Standardsätze im Smart-Home-Markt ab.
Bewährte Funktionen – und unverändert viele Möglichkeiten
Beim Funktionsumfang setzt Athom weiter auf bekannte Stärken: Advanced Flow, Energy, Dashboards, Insights sowie Cloud-Dienste wie Remote Access oder die Integration gängiger Sprachassistenten. Alles bleibt inklusive – ohne zusätzliche Abo-Modelle für Kernfunktionen.
Auch die starke Local-First-Ausrichtung bleibt erhalten. Der Homey Pro arbeitet weitgehend lokal, wodurch Latenz und Ausfallrisiko minimiert werden. Internetprobleme beeinträchtigen den Betrieb des Smart Homes nicht. Funktionen wie Port Forwarding, lokale API-Keys, LAN-Kommunikation oder lokale Backups stehen weiterhin bereit. Auf Wunsch lassen sich zudem Cloud-Backups für 10 € im Jahr buchen.
Über Satellite Mode kann der Homey Pro mit einem Homey Bridge gekoppelt werden, um die Funkabdeckung im Haus zu erweitern. Zigbee und Z-Wave profitieren dabei besonders durch ihre Mesh-Funktionen.
Für Power-User bleibt es spannend
Wer gerne tiefer einsteigt, behält weiterhin Zugriff auf Experimente wie Power User, Virtual Devices oder die Möglichkeit, über SSH in einer Linux-Sandbox zu arbeiten. Mit HomeyScript lassen sich zudem sehr individuelle Automationen realisieren.
Wenig Neues — außer mehr RAM
So erfreulich der verdoppelte Arbeitsspeicher für viele Nutzer sein wird: Abgesehen von der RAM-Erhöhung bringt der Homey Pro (2026) keine weiteren technischen Neuerungen. Design, CPU, Standards und Funktionen bleiben unverändert. Viele Smart-Home-Fans hätten hier vermutlich auf zusätzliche Features oder modernisierte Hardware spekuliert.
Fazit
Der Homey Pro (2026) ist im Kern ein Leistungs-Upgrade des bestehenden Modells – sinnvoll, praxisnah, aber wenig spektakulär. Wer viele Apps nutzt oder regelmäßig an die Grenzen des Vorgängers gestoßen ist, bekommt für den gleichen Preis nun mehr Luft nach oben. Wer bereits zufrieden mit seinem Homey Pro (2023) ist, findet jedoch außer dem zusätzlichen RAM kaum Gründe für ein Upgrade.
Du möchtest keine News mehr verpassen?
Dann abonniere doch unseren Newsletter!