Homey Self Hosted: Jetzt auf beliebiger Hardware!


17.12.2025

Athom, der Hersteller des Homey-Smarthome-Systems, hat eine große Neuigkeit für alle Smart-Home-Fans: Ab sofort kannst du Homey auch auf deiner eigenen Hardware betreiben. Das neue Produkt namens Homey Self-Hosted Server bringt die Leistungsfähigkeit des Homey Pro Betriebssystems als Software auf deinen eigenen Server oder Mini-Computer. Du benötigst also keine dedizierte Homey-Hardware-Zentrale mehr, sondern kannst beispielsweise deinen Mac, Windows-PC, Raspberry Pi oder sogar ein NAS für Homey nutzen. Dieses Angebot richtet sich vor allem an fortgeschrittene Nutzer und Technik-Enthusiasten, die maximale Kontrolle über ihr Smart Home haben möchten, ohne auf den Komfort der Homey-Plattform zu verzichten.

Homey auf deiner Hardware - volle Kontrolle inklusive

Der Homey Self-Hosted Server richtet sich klar an Nutzer, die mehr wollen als Plug-and-Play:

  • Du betreibst Homey lokal auf deinem eigenen System
  • Volle Kontrolle über Updates, Backups und Infrastruktur
  • Ideal für Homelabs, Server-Setups und Virtualisierung

Unterstützt werden unter anderem:

  • Unterstützte Plattformen: Athom stellt offizielle Installationsanleitungen für eine Vielzahl von Systemen bereit, unter anderem:
  • Raspberry Pi (Single-Board-Computer)
  • Windows (PC oder Server)
  • macOS (Apple Mac, z. B. Mac mini)
  • Linux (verschiedene Distributionen)
  • Docker-Container
  • Synology NAS
  • QNAP NAS
  • TrueNAS Server
  • Unraid Server
  • Proxmox (Virtualisierungsumgebung)

Grundsätzlich wird jede Umgebung unterstützt, die Linux ausführen kann

Für den Einstieg gibt es Schritt-für-Schritt-Anleitungen für alle Plattformen.

Geräteanbindung: Lokal, Cloud & Matter - plus Funk per Homey Bridge

Bereits ohne Zusatz-Hardware kann Homey Self-Hosted Server viele Geräte direkt ansprechen. Du kannst Geräte in deinem lokalen Netzwerk (LAN) einbinden, auf Cloud-Dienste zugreifen und Matter-Geräte steuern - all das funktioniert out-of-the-box, ohne zusätzliche Hub-Geräte. Sogar Thread-Geräte werden unterstützt, sofern ein Thread Border Router in deinem Netzwerk vorhanden ist (das kann z. B. ein Apple HomePod mini oder ein kompatibler WLAN-Router sein).

Wenn du auch Smart-Home-Geräte nutzen möchtest, die auf Funkstandards wie Zigbee, Z-Wave, Bluetooth LE, 433 MHz oder Infrarot basieren, kannst du Homey Self-Hosted Server mit der Homey Bridge erweitern. Die Bridge fungiert als externe Mehrfach-Antenne für all diese Protokolle und ist separat für ca. 69 € erhältlich. Du kannst sogar mehrere Bridges gleichzeitig einsetzen; ab zwei Stück aktiviert Homey automatisch den sogenannten Satellite Mode, der die Funk-Reichweite und Abdeckung in deinem Zuhause erhöht.

Alle Homey-Features inklusive

Homey Self-Hosted Server bietet dir denselben Funktionsumfang wie der Homey Pro Hub, da das identische Betriebssystem zum Einsatz kommt. Du kannst also auf alle Homey-Features zugreifen, die du kennst und schätzt. Dazu gehören unter anderem:

  • Kompatibilität mit 50.000+ Geräten von über 1.000 Marken - von Philips Hue über Sonos und IKEA Tradfri bis zu Xiaomi Aqara und vielen mehr.
  • Komfortable Automatisierungen mit Homey Flow erstellen (und bei Bedarf noch komplexer mit Advanced Flow).
  • Eigene Homey Dashboards gestalten, um dein Smart Home übersichtlich zu visualisieren.
  • Energieverbrauch mit Homey Energy überwachen und Auswertungen via Homey Insights erhalten (Verlauf, Statistiken usw.).
  • Nutzung von Homeys Cloud-Services wie Fernzugriff (Remote Access), der Homey App Store zum Installieren neuer Geräte-Apps, sowie die Integration gängiger Sprachassistenten (z. B. Google Assistant oder Amazon Alexa).

Erst testen, dann entscheiden

Du kannst den Homey Self-Hosted Server 30 Tage kostenlos testen - ganz ohne Kreditkarte.

Danach wird es fair und transparent:

  • 4,99 € pro Monat
  • oder 149 € einmalig für eine lebenslange Lizenz

Die Lizenz ist sogar zwischen Installationen übertragbar.

Für wen lohnt sich das?

Der Homey Self-Hosted Server ist perfekt für dich, wenn du:

  • dein Smarthome möglichst lokal und unabhängig betreiben willst
  • bereits einen Server, NAS oder Homelab hast
  • maximale Flexibilität willst, ohne auf Komfort zu verzichten

Wenn du dagegen lieber alles fix und fertig möchtest, bleiben Homey Pro und Homey Pro mini weiterhin die beste Plug-and-Play-Option.

Fazit:
Homey öffnet sich mit dem Self-Hosted Server erstmals vollständig für die Server- und Homelab-Community - ohne Kompromisse bei Funktionen oder Nutzererlebnis. Ein starkes Signal für mehr Offenheit, Kontrolle und Zukunftssicherheit im Smarthome.

Über den Autor


Sascha Huber

Hallo, ich bin Sascha, der Gründer von Smarthome Blogger.

Mit einer Leidenschaft für Technologie und einem Hintergrund als Software Engineer habe ich 2016 Smarthome Blogger gegründet. Mein Ziel war es schon immer, innovative Lösungen zu entdecken, die unser Leben einfacher und intelligenter gestalten können. In meinem beruflichen Leben arbeite ich täglich mit Software und Technik, aber auch in meiner Freizeit bin ich stets auf der Suche nach neuen technischen Spielereien und Möglichkeiten, mein Zuhause zu automatisieren und zu verbessern.

Auf Smarthome Blogger teile ich mein Wissen, meine Erfahrungen und meine Begeisterung für alles rund um das Thema Smarthome.



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