Athom, der Hersteller des Homey-Smarthome-Systems, hat eine große Neuigkeit für alle Smart-Home-Fans: Ab sofort kannst du Homey auch auf deiner eigenen Hardware betreiben. Das neue Produkt namens Homey Self-Hosted Server bringt die Leistungsfähigkeit des Homey Pro Betriebssystems als Software auf deinen eigenen Server oder Mini-Computer. Du benötigst also keine dedizierte Homey-Hardware-Zentrale mehr, sondern kannst beispielsweise deinen Mac, Windows-PC, Raspberry Pi oder sogar ein NAS für Homey nutzen. Dieses Angebot richtet sich vor allem an fortgeschrittene Nutzer und Technik-Enthusiasten, die maximale Kontrolle über ihr Smart Home haben möchten, ohne auf den Komfort der Homey-Plattform zu verzichten.
Homey auf deiner Hardware - volle Kontrolle inklusive
Der Homey Self-Hosted Server richtet sich klar an Nutzer, die mehr wollen als Plug-and-Play:
- Du betreibst Homey lokal auf deinem eigenen System
- Volle Kontrolle über Updates, Backups und Infrastruktur
- Ideal für Homelabs, Server-Setups und Virtualisierung
Unterstützt werden unter anderem:
- Unterstützte Plattformen: Athom stellt offizielle Installationsanleitungen für eine Vielzahl von Systemen bereit, unter anderem:
- Raspberry Pi (Single-Board-Computer)
- Windows (PC oder Server)
- macOS (Apple Mac, z. B. Mac mini)
- Linux (verschiedene Distributionen)
- Docker-Container
- Synology NAS
- QNAP NAS
- TrueNAS Server
- Unraid Server
- Proxmox (Virtualisierungsumgebung)
Grundsätzlich wird jede Umgebung unterstützt, die Linux ausführen kann
Für den Einstieg gibt es Schritt-für-Schritt-Anleitungen für alle Plattformen.
Geräteanbindung: Lokal, Cloud & Matter - plus Funk per Homey Bridge
Bereits ohne Zusatz-Hardware kann Homey Self-Hosted Server viele Geräte direkt ansprechen. Du kannst Geräte in deinem lokalen Netzwerk (LAN) einbinden, auf Cloud-Dienste zugreifen und Matter-Geräte steuern - all das funktioniert out-of-the-box, ohne zusätzliche Hub-Geräte. Sogar Thread-Geräte werden unterstützt, sofern ein Thread Border Router in deinem Netzwerk vorhanden ist (das kann z. B. ein Apple HomePod mini oder ein kompatibler WLAN-Router sein).
Wenn du auch Smart-Home-Geräte nutzen möchtest, die auf Funkstandards wie Zigbee, Z-Wave, Bluetooth LE, 433 MHz oder Infrarot basieren, kannst du Homey Self-Hosted Server mit der Homey Bridge erweitern. Die Bridge fungiert als externe Mehrfach-Antenne für all diese Protokolle und ist separat für ca. 69 € erhältlich. Du kannst sogar mehrere Bridges gleichzeitig einsetzen; ab zwei Stück aktiviert Homey automatisch den sogenannten Satellite Mode, der die Funk-Reichweite und Abdeckung in deinem Zuhause erhöht.
Alle Homey-Features inklusive
Homey Self-Hosted Server bietet dir denselben Funktionsumfang wie der Homey Pro Hub, da das identische Betriebssystem zum Einsatz kommt. Du kannst also auf alle Homey-Features zugreifen, die du kennst und schätzt. Dazu gehören unter anderem:
- Kompatibilität mit 50.000+ Geräten von über 1.000 Marken - von Philips Hue über Sonos und IKEA Tradfri bis zu Xiaomi Aqara und vielen mehr.
- Komfortable Automatisierungen mit Homey Flow erstellen (und bei Bedarf noch komplexer mit Advanced Flow).
- Eigene Homey Dashboards gestalten, um dein Smart Home übersichtlich zu visualisieren.
- Energieverbrauch mit Homey Energy überwachen und Auswertungen via Homey Insights erhalten (Verlauf, Statistiken usw.).
- Nutzung von Homeys Cloud-Services wie Fernzugriff (Remote Access), der Homey App Store zum Installieren neuer Geräte-Apps, sowie die Integration gängiger Sprachassistenten (z. B. Google Assistant oder Amazon Alexa).
Erst testen, dann entscheiden
Du kannst den Homey Self-Hosted Server 30 Tage kostenlos testen - ganz ohne Kreditkarte.
Danach wird es fair und transparent:
- 4,99 € pro Monat
- oder 149 € einmalig für eine lebenslange Lizenz
Die Lizenz ist sogar zwischen Installationen übertragbar.
Für wen lohnt sich das?
Der Homey Self-Hosted Server ist perfekt für dich, wenn du:
- dein Smarthome möglichst lokal und unabhängig betreiben willst
- bereits einen Server, NAS oder Homelab hast
- maximale Flexibilität willst, ohne auf Komfort zu verzichten
Wenn du dagegen lieber alles fix und fertig möchtest, bleiben Homey Pro und Homey Pro mini weiterhin die beste Plug-and-Play-Option.
Fazit:
Homey öffnet sich mit dem Self-Hosted Server erstmals vollständig für die Server- und Homelab-Community - ohne Kompromisse bei Funktionen oder Nutzererlebnis. Ein starkes Signal für mehr Offenheit, Kontrolle und Zukunftssicherheit im Smarthome.
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