Smart Home einrichten: Schritt für Schritt

Smart Home einrichten: Schritt für Schritt


26.11.2023  |  Smarthome Guide

In einer Welt, die immer vernetzter wird, ist es nicht überraschend, dass auch unsere Häuser intelligent werden. Ein Smart Home bietet dir zahlreiche Vorteile, angefangen von erhöhtem Komfort bis hin zu verbesserter Sicherheit und Energieeffizienz.

Doch bei all den verfügbaren Technologien und Geräten kann die Einrichtung eines Smart Homes auf den ersten Blick eine Herausforderung sein. In diesem Ratgeber werden wir dir Schritt für Schritt zeigen, wie du dein Zuhause in ein intelligentes und effizientes Ökosystem verwandeln kannst. Von der Auswahl der richtigen Smart-Devices, über die Integration, bis hin zur Automatisierung - wir haben alle wichtigen Aspekte abgedeckt, damit du dein Smart Home einrichten kannst!

Mach dich bereit, die Möglichkeiten der Zukunft zu entdecken und dein Zuhause in eine intelligente Oase zu verwandeln!

Smart Home einrichten - Schritt für Schritt Anleitung

Schritt 1: Gründliche Recherche und Planung

Wenn du dein Zuhause smart gestalten möchtest ist eine gründliche Planung zunächst sinnvoll. Es gibt nicht nur das eine Smart Home. Vielmehr hängt die Art des smarten Zuhauses an individuellen Konzepten und persönlichen Bedürfnissen, die dir bei der Integration wichtig sind. Daher sollte man sich direkt zu Beginn der Planung konkrete Ziele überlegen - möchte ich Energie sparen, mehr Sicherheit in mein Eigenheim bringen oder einfach nur mehr Komfort im Alltag erleben. Am besten ist es hierbei gedanklich durchs Haus zu gehen oder den Grundriss zur Hand zur nehmen und danach nach den verschiedenen Optionen zu schauen. Wichtige Fragen, die du dir dabei stellen solltest sind:

Was soll mein Smart-Home können?

Hierbei hast du die Möglichkeit Routinen in deinen Alltag einzubauen. Zum Beispiel kannst du einrichten, dass ab einer bestimmten Uhrzeit beim Betreten eines Zimmers die Lichter automatisch angehen. Oder falls alle das Haus verlassen haben, der Saugroboter und zusätzlich die Überwachungskamera im Garten gestartet wird.

Welche Geräte sollen smart werden?

Mittlerweile gibt es eine breite Auswahl an Produkten im Haushalt, die smart eingebaut oder nachgerüstet werden können. Hierbei reicht die Bandbreite von großen Haushaltsgeräten wie der Waschmaschine, dem Kühlschrank und dem Herd bis hin zu kleineren Helfern wie smarten Rollläden, Türschlössern oder Lampen. Am einfachsten ist es, wenn du nicht direkt versuchst, dein komplettes Zuhause smart einzurichten, sondern dich zunächst auf eine kleine Komponente fokussierst. Hierbei kannst du zum Beispiel damit beginnen, alle Lichter oder alle Rollläden smart umzurüsten und im Laufe der Zeit weitere Geräte wie den Fernseher oder die Überwachung deines Hauses einzubinden. 

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Welche Anschlüsse oder Schalter benötige ich?

Je nach Geräten und Systemen können unterschiedliche Schalter oder Anschlüsse benötigt werden. Wenn du nur Lichter smart bedienen möchtest, kann es schon ausreichen smarte Glühbirnen in deine vorhandenen Lampen einzusetzten. Sofern du aber den kompletten Lichtschalter smart bedienen möchtest, reicht es hierfür nicht mehr aus nur die Glühbirne der Lampe zu wechseln, vielmehr muss ein smarter Lichtschalter eingebaut werden.

Welche Szenen sollen automatisiert werden?

Hierbei hast du die Möglichkeit aus Tausenden von Szenen bestimmte Routinen zu programmieren bei denen z.B. das Licht bei einer erkannten Bewegung automatisch im Raum ein- oder ausgeschaltet wird. Oder, dass ab einer gewissen Uhrzeit die Rollläden automatisch schließen. Hierbei sind je nach Kombination von Geräten und Szenen kaum Grenzen gesetzt.

Wie soll mein Smart Home gesteuert werden? Per Smartphone-App oder gar per Sprachassistent?

Hierbei hast du Beispielsweise zwei Möglichkeiten dein Smart Home zu steuern: Entweder per App über dein Smartphone, selbst wenn du nicht zu Hause bist. Oder sogar rein durch Sprachbefehle, ohne dein Smartphone überhaupt in die Hand nehmen zu müssen.

Schritt 2: Bauordnung beachten

Bei der Einrichtung deines Smart Homes solltest du deine eigene Wohnsituation berücksichtigen. Soll lediglich eine Wohnung oder gar ein ganzes Haus smart eingerichtet werden? Handelt es sich hierbei um einen Neu- oder Altbau?
Bei einem neuen Haus bietet es sich an eine Basisverkabelung für smarte Steuerung, ein sogenanntes Bus-System (z.B KNX-System), mit allen notwendigen Anschlüssen, Steckdosen und Schaltern installieren zu lassen. Diese Basisverkabelung wird parallel zu den Stromleitungen hinter den Putz verlegt. Hierbei ist es sinnvoll sich so früh wie möglich mit dem Architekten, dem Bauherren oder dem Systemintegrator in Verbindung zu setzen und diese mit einzubeziehen.
Währenddessen stellt sich eine nachträgliche Verkabelung in einem Altbau oder einer Mietwohnung eher als schwierig heraus. Eventuell ist dies durch Denkmalschutz auch gar nicht möglich. Hierfür ist es sinnvoller auf die funkbasierte Lösung für das Smart Home zu setzen. Bei dieser Art müssen keine Kabel verlegt werden, da die Kommunikation der Geräte über sogenannte Funkstandards wie beispielsweise WLAN, Bluetooth, Zigbee etc. laufen. Zudem bietet die funkbasierte Variante den Vorteil, dass bei einem Umzug das Smart Home System einfach mitgenommen und im neuen Zuhause wieder eingerichtet werden kann.

Schritt 3: Budget kalkulieren und Amortisation abschätzen

Auch wenn die Kosten für Smart Home Produkte zwar stetig sinken, fallen diese je nach Art des Systemes (kabelgebunden oder funkbasiert) und der installierten Komponenten sehr unterschiedlich aus. Daher ist es wichtig sich zu überlegen, welches Budget für das smarte Zuhause zur Verfügung steht. Eine kabelbasierte Version ist teuer und kostet mehrere Tausend Euro. Bei Smart Home Komplettsystemen mit Verkabelung, Einbau und Installation durch einen Fachmann, können schonmal Kosten von bis zu 20.000€ anfallen. Funkbasierte Smart Home Lösungen sind in der Regel günstiger und sind ab ca. 200€ aufwärts verfügbar. Hierbei kommt es aber letztlich auf die Komplexität der Vernetzung sowie der Menge an unterschiedlichen Komponenten und Anbietern an.
Auf Grund dessen sollte bei den Investitionskosten immer gegengerechnet werden, ab wann sich die Anschaffungskosten wieder amortisiert haben, beispielsweise durch eventueller Einsparungen bei den Heizkosten.

Budget sorgfältig kalkulieren

Schritt 4: Kompatible Geräte finden

Bei der Kompatibilität von funkbasierten Geräten ist ein einheitlicher Funkstandard wichtig damit die unterschiedlichen Geräte und eventuell auch unterschiedlichen Anbieter miteinander kommunizieren können. Mittlerweile verfügen viele Geräte über mehrere Funkstandards, um die Vernetzung ziwischen den Geräten sicherzustellen. Alternativ lassen sich Geräte auch mit einem Adapter, einem sogenannten Gateway nachrüsten, der auch inkompatible Geräte ins System mit einbindet.  Daher ist es sinnvoll als erstes das Steuerungselement auszuwählen und daran die einzelnen Smart Home Komponenten anzupassen.

Schritt 5: Smart Home installieren

Nachdem du dir alle Gedanken genauestens überlegt hast und nun die passenden Geräte gefunden hast, kommt es nun zur Einrichtung deines zukünftigen smarten Zuhauses. Funkbasierte Smart Home Systeme lassen sich zumeist einfach und von selbst installieren. Hierbei solltest du wie folgt vorgehen:

1. Prüfe technische Voraussetzungen

Bei funkbasierten Smart Home Systemen solltest du dir vorab die technischen Gegebenheiten ansehen. Ein Computer, Smartphone oder ein Tablet sowie ein entsprechendes Breitband-Internet sind die Basis für die Erstinstallation deines Smart Homes. Ebenso solltest du auf die Übertragungsreichweite der Geräte und die Lebensdauer der Batterien in den Sensoren achten.

2. Zentrale anschließen

Suche einen geeigneten Platz für die Zentrale, der nicht von Möbeln, Pflanzen oder sonstigen Gegenständen verdeckt wird, um Signalstörungen zu vermeiden. Die Zentrale kannst du nun mit deinem Internet-Router per LAN-Kabel verbinden. Die Zentrale wird im Fachjargon als Hub oder Bridge bezeichnet, weshalb du sie häufig unter diesen Namen finden wirst. Sie hilft dir dabei verschiedene smarte Geräte miteinander zu verbinden und zu steuern. Somit stellt der Hub eine Art Schaltzentrale dar, die die unterschiedlichen smarten Geräte miteinander kommunizieren lassen kann. Wenn du mehr über den Smarthome Hub lesen möchtest, kannst du hier (Link) mehr erfahren.

3. Software auf dem Computer einrichten

Über die Webadresse des Smart Home Anbieters musst du nun die Software auf deinem Computer einrichten. Hierbei solltest du beachten, dass oft eine Seriennummer oder ein seperat zugeschickter PIN zur Identifikation notwendig ist. Direkt danach können die einzelnen Komponenten auf dem PC oder der Zentrale installiert werden.

4. Komponente montieren und ins System einbinden

Nun kannst du die smarten Geräte anbringen, aber solltest dabei auf die einzelnen Anforderungen der Produkte achten. Hierbei wäre es sinnvoll von innen nach außen vorzugehen. Das bedeutet, dass du die nächste Komponente an der Zentrale zu erst einbindest und dich immer weiter weg von der Zentrale wegbewegst. Kleiner Tipp: Teste direkt nach jedem einzelnen Gerät, ob dieses richtig ins System eingebunden ist und fehlerfrei funktioniert.

5. Szenen für dein Smart Home programmieren

Damit dein Zuhause nun auch wirklich smart wird, solltest du nun Regeln, Routinen oder Szenen programmiern, die automatisiert über den Tag verteilt ablaufen können. Hierzu gehören "Wenn-Dann-Verknüpfungen" (z.B. Wenn eine Person in das Wohnzimmer läuft soll das Licht und der Fernseher angehen), Zeitprofile (z.B. Ab 19:00 Uhr sollen sich die Rollläden schließen) oder individuelle Einstellungen für Personen (z.B. Temperatur oder ein bestimmter Radiosender), die entweder bei der Rückkehr ins Haus oder über das Smartphone abgerufen werden können.

6. Smart Home App installieren

Meistens wird das smarte Zuhause über eine Smart Home App per Smartphone über Tablet gesteuert. Hierfür kannst du dir die entsprechende App deines Anbieters installieren und dein Smart Home von zu Hause über das WLAN oder von unterwegs per mobilen Daten steuern. Hinzu liefert die App aktuelle Informationen über sämtliche Geräte und Prozesse, in die du ebenso manuell eingreifen kannst. Zudem erhältst du Warnhinweise, sollte etwas nicht nach den eingestellten Regeln ablaufen oder beispielsweise ein Rauchmelder angehen.



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